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Der Eiscreme-Test

Eiscreme-Test

Mit dem Eiscreme-Test für Manager und Führungskräfte können Sie ganz schnell feststellen, wie ernst Ihnen eine Sache ist, wie gut Sie einen Sachverhalt verstanden haben und wie sicher Sie sich einer Sache sind.


Von Kindern lernen

Der Eiscreme-Test ist eine wichtige Lektion, die man von Kindern lernen kann. Er hat übrigens nichts mit der Qualität von Eis zu tun, sondern damit, wie sicher Sie sich einer Sache sind.

Wenn schon fragen, dann richtig

Kinder können großartige Lehrer sein. Das liegt nicht daran, dass die Kinder schlau sind. Im Gegenteil: Die meisten Kinder wissen viel weniger als Erwachsene und sie sind als Berater von Erwachsenen nur sehr eingeschränkt geeignet.

Kinder sind deshalb so große Lehrer, weil sie nicht darauf achten, was die Großen sagen, sondern was die Großen tun. Und hier halten Sie uns gnadenlos den Spiegel vor.

Kinder merken sehr schnell, wenn wir Ihnen ausweichende Antworten geben. Dann haken sie gerne nach und irgendwann müssen wir kapitulieren und damit wir sie zum Schweigen bringen, kaufen wir ihnen halt ein Eis.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie waren gerade etwas nachlässig und haben ein kleines Stückchen Papier, das Sie gerade nicht entsorgen können, fallen lassen; dabei haben Sie gehofft, dass das niemand mitbekommt. Dummerweise steht neben Ihnen Ihr Kind und stellt Sie nun zur Rede.

Kind: “Ich dachte, man darf kein Papier fallen lassen.”
Sie: “Stimmt, das darf man auch nicht.”
Kind: “Aber Du hast gerade etwas fallen gelassen.”
Sie: “Ja, aber das war ja nur ein winziges Stückchen.”
Kind: “Darf man alles auf den Boden werfen, falls es klein genug ist?”
Sie: “Nein, das sollte man besser nicht tun.”
Kind: “Aber Dein Papier durftest Du fallen lassen?”
Sie: “Willst Du ein Eis?”

So funktioniert der Eiscreme-Test

Wenn Sie denken, Sie haben etwas verstanden oder Sie haben sich etwas Wichtiges vorgenommen, dann machen Sie den Eiscreme-Test. Stellen Sie Ihre Erklärungen immer wieder (mindestens fünf Mal) in Frage und beantworten Sie Ihre Fragen so genau wie möglich. “Warum?” ist hier eine sehr gut geeignete Frage.

Wenn Sie nach der fünften Frage immer noch Ihre ursprünglichen Gedanken verteidigen oder rechtfertigen können, dann sind Sie auf einem guten Weg. Wenn Sie sich aber in der Zwischenzeit ein Eis gekauft haben, dann sollten Sie noch Mal von vorne anfangen.

Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
Ihr,
Herzlichst,  Ihr Dr. Thomas Rose



Weiterführende Literatur

Psychologie und Projektmanagement

Angewandte Psychologie für das Projektmanagement. Ein Praxisbuch für die erfolgreiche Projektleitung von Wastian, Braumandl und Rosenstiel.

Psychologie und Entscheidungen

Die Psychologie der Entscheidung: Eine Einführung von Jungermann, Pfister und Fischer.


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